15 Jahre Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen: Mit konkreten Maßnahmen gegen den Klimawandel

15 Jahre Klimaschutzstiftung

Der im November 2019 wiederbestellte Stiftungsvorstand der Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen (v.l.n.r.): Thomas Dirkes, Matthias Stüwe und Thomas Zaremba. (Bild-Autorin: Anna Schroll)
Über 710.000 Euro für Projekte bereitgestellt / 2004 durch die Stadtwerke Energie gegründet
Klimaschutz – aktiv, konkret und langfristig: Die Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen blickt in diesem Jahr auf ihr 15-jähriges Gründungsjubiläum zurück. Von den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck gegründet, erhielt die Stiftung zum Jahresende 2004 die Genehmigung durch das Thüringer Innenministerium. Das global formulierte Stiftungsziel „Schutz der Umwelt zum Zwecke des Klimaschutzes“ wird seitdem durch die Förderung konkreter Projekte vorangetrieben. Über 710.000 Euro flossen bis heute in verschiedene Maßnahmen zur Einsparung und zum sinnvollen Umgang mit Energie. Dabei setzt die Stiftung auf die Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit, Schulen, Kommunen, Unternehmen, Verbänden und Energieexperten.
Thomas Dirkes, Stadtwerke-Geschäftsführer und Stiftungsvorstand: „Der Schutz der Umwelt und der ressourcenschonende Einsatz von Energie sind seit jeher zentraler Bestandteil der Stadtwerke-Unternehmensstrategie. Mit der Klimastiftung setzen wir einen Teil unserer Gewinne ein, um konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fördern.“ Die Stadtwerke Energie finanzieren die Arbeit der Stiftung jährlich mit einer festen Zustiftung von 250.000 Euro. Das Stiftungsvermögen ist so inzwischen auf 4,25 Millionen Euro angewachsen, mittel- bis langfristig ist ein Stiftungskapital von 10 Millionen Euro angestrebt. Dafür steht die Stiftung für weitere weiterer Stifter offen. Matthias Stüwe, Stiftungsvorsitzender: „Klimawandel macht auch vor den Landesgrenzen Thüringens nicht halt. Wichtig ist, dass jeder seinen Beitrag leisten kann, um von hier aus gegen zu steuern. Wir setzen mit verschiedensten Akteuren auf konkrete Maßnahmen vor Ort.“

Von Ideenwettbewerben über Solartechnik in der Schule bis hin zur Fachtagung

Seit mittlerweile dreizehn Jahren ruft die Klimaschutzstiftung jährlich Thüringer Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen dazu auf, Ideen zu lokalen Klimaschutzmaßnahmen einzureichen. Bei dem ausgelobten Ideenwettbewerb – zuletzt unter dem Namen „Thüringer Klimaschutzpreis Blaue Libelle“ – wurden bisher 65 Projekte mit circa 200.000 Euro unterstützt. Alle geförderten Maßnahmen zeichnen sich durch innovative Ansätze zu erneuerbaren Energien und intelligentem Energieeinsatz aus.
Bereits die Jüngsten für Klimaschutz sensibilisieren: 62.000 Euro flossen durch die Klimaschutzstiftung in Bildungsprojekte im schulischen Bereich. Damit ermöglichte die Stiftung In den letzten drei Jahren 140 Thüringer Grundschulen „3D-Solartechnik-Projekttage“ – teils durch Voll-, teils durch 50-Prozent-Finanzierung. Dabei experimentieren Schüler mit Solarmodellen und lernen, Objekte aus nachwachsenden Rohstoffen per 3-D-Drucker herzustellen.
Rund 100.000 Euro investierte die Klimaschutzstiftung bislang in den Klimaschutz in Thüringer Kommunen. Um diese beim Energiesparen zu unterstützen, wurden 100 Liegenschaften in 15 Gemeinden untersucht und entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben. Seit drei Jahren kooperiert die Stiftung in diesem Bereich mit der Thüringer Energie- und GreenTech Agentur (ThEGA).
Auch Thüringer Unternehmen werden von der Klimaschutzstiftung beim Energiesparen unterstützt. Dafür kooperiert die Stiftung seit über zehn Jahren mit der IHK Ostthüringen. Im gemeinsamen Netzwerk Energieeffizienz Ostthüringen (NEEO) sind 13 Unternehmen verschiedener Branchen organisiert. Mit der Unterstützung von Energieexperten verfolgen sie individuelle Sparziele und tauschen ihre Erfahrungen aus. Beim Thema Wissenstransfer zu aktuellen Klima- und Energiethemen setzt die Klimastiftung auf jährliche Fachtagungen, an der seit dem Jahr 2006 über 1.000 Energieexperten teilnahmen.
Für die kommenden Jahre will die Klimaschutzstiftung an der strategischen und fokussierten Ausrichtung ihrer Arbeit festhalten. Alle begonnenen Projekte sollen weiterhin dafür sorgen, den Klimaschutz in Thüringen fest zu verankern. Dafür steht der im November 2019 wiederbestellte Stiftungsvorstand aus den beiden Stadtwerke-Geschäftsführen Thomas Dirkes und Thomas Zaremba sowie Matthias Stüwe als Vorsitzenden des Stiftungsvorstands.