"Die blaue Libelle" - Thüringer Klimaschutzpreis 2016

Gemeinsam stark für Klimaschutz: Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen und Ostthüringer Zeitung vergeben „Die blaue Libelle“ - den Thüringer Klimaschutzpreis 2016.

Preis für konsequente Weiterentwicklung: Das Solardorf Kettmannshausen e. V.

Das Solardorf Kettmannshausen erhielt am 15. Juni 2016 den Thüringer Klimaschutzpreis „Die blaue Libelle“ 2016. Zum zweiten Mal wurde der Preis gemeinsam von der Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen und der Ostthüringer Zeitung vergeben. Den  Preis überreichte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. Verbunden ist die Auszeichnung mit einer Förderung von insgesamt 5.000 Euro. Die Jury würdigte drei weitere Preisträger: Elektro-Müller & Söhne aus Bleicherode für ihr „mobiles und tragbares Energiespeichersystem“, den Sunfried e.V. aus Jena mit dem Projekt „Unser Leben mit Energie“ sowie die Projektgemeinschaft des von-Bülow Gymnasiums aus Neudietendorf mit „CO2 - Abfall des Fortschritts?“. Insgesamt vergab die Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen Fördergelder in Höhe von 12.000 Euro.

Der Thüringer Klimaschutzpreis „Die blaue Libelle“ wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal gemeinsam von der Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen und der Ostthüringer Zeitung ausgelobt. „Der Verein Solardorf Kettmannshausen bietet für Schulen spannende Projekttage im Bereich nachhaltige Energie-versorgung an. Mit dem Thüringer Klimaschutzpreis soll das aktuelle Vorhaben Mobiles 3D-Druck-Solarenergielabor für Schüler im Grundschulbereich unterstützt und das jahrelange Wirken des Solardorfes gewürdigt werden“, sagt Matthias Stüwe, Stiftungsvorstand der Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen. Insgesamt hatten sich elf Initiativen um den Preis beworben. „Die Bandbreite und die Qualität der Bewerbungen zeigen, dass bezahlbare Energie und Klimaschutz wichtige Themen für die Menschen in unserer Region sind. Sie bleiben ein Schwerpunkt unserer Berichterstattung“, sagte Jörg Riebartsch, Chefredakteur der Ostthüringer Zeitung.

Die Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen wurde 2003 von den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck gegründet. Erstmals lobte die Stiftung einen jährlichen „Ideenwettbewerb Klimaschutzprojekte“ vor zehn Jahren aus. Im Rahmen des Wettbewerbs der Stiftung konnten bereits 46 Vorhaben mit rund 133.000 Euro unterstützt werden. Aus dem Ideenwettbewerb ist im vergangenen Jahr der Thüringer Klimaschutzpreis „Die blaue Libelle“ entstanden, den die Stiftung nun zum zweiten Mal gemeinsam mit der Ostthüringer Zeitung vergibt. Der Preis fördert innovative Projekte  zu Energieeinsparung, erneuerbaren Energien und zum rationellen Energieeinsatz. Eine Jury verteilt die Fördersumme auf die Projekte nach den Kriterien Innovationsgehalt, Breiten-wirksamkeit und Umsetzungswahrscheinlichkeit. Der Name „Die blaue Libelle“ nimmt Bezug auf ein Tier, das besonders unter dem Klimawandel in Thüringen leidet: die Hochmoor-Mosaikjungfer, eine Libellenart.

 

Übersicht über die prämierten Projekte:

Solardorf Kettmannshausen e.V.

Mit einer Fördersumme von 5.000 Euro und dem Thüringer Klimaschutzpreis „Die blaue Libelle“ wird das Solardorf Kettmannshausen e.V. für die konsequente Weiterentwicklung der langjährigen Aktivitäten des Solardorfes, die Thüringenweit einmalig sind, ausgezeichnet. Das Projekt: Ein Mobiles 3D-Druck- Solarenergielabor für Schüler (vorerst) im Grundschulbereich.

Sunfried e.V., Jena

Der Sunfried e.V. bewarb sich mit  dem Projekt „Unser Leben mit Energie“. Darin werden erlebnisorientierte Bildungsprojekttage zum Thema Energie in Form von Wandertagen in und um Jena entwickelt. Angesprochen werden Grundschüler, die Klassenstufen 5 und 6 sowie Förderschulen. Die Fördersumme beträgt 3.000 Euro.

Elektro-Müller & Söhne GmbH, Bleicherode

Eine Fördersumme von 3.000 Euro erhielten Elektro-Müller & Söhne für ihr mobiles und tragbares Energiespeichersystem z.B. für Solar- oder Windstrom. Das innovative Produkt aus dem

gewerblichen Bereich kann durch seine Kompaktheit und Mobilität gut im Bildungsbereich (ab Oberstufe) eingesetzt werden.

Projektgemeinschaft des von-Bülow Gymnasiums, Neudietendorf

Die Projektgemeinschaft des von-Bülow Gymnasiums hat erneut einen Beitrag eingereicht. Das Projekt „CO2 – Abfall des Fortschritts oder Schlüssel zu neuer Technik?“ ist ein Forschungsvorhaben zur CO2-Speicherung und Methangewinnung als Energiespeicherung der engagierten Schülergemeinschaft. Diese erhält eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro.

 
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